Blickfelder 1996

Konzept
1996 findet die fünfte Auflage des internationalen Festivals «Blickfelder ? Theater für ein junges Publikum» statt. Dieses Festival hat sich zum Ziel gesetzt, qualitativ gutes Theater aus der Schweiz und dem Ausland in repräsentativer Weise in Zürich zu zeigen. Dabei wendet sich «Blickfelder» nicht nur an Kinder und Jugendliche, sondern bietet auch einem erwachsenen Publikum anregendes und anspruchvolles Theater.

Was 1992 auf Initiative und unter der Führung ? und auch massgeblicher Finanzierung ? der kantonalen Fachstelle schule&theater als Kooperationsveranstaltung einiger Zürcher Theater begonnen hat, ist in den letzten vier Jahren zu einem der grössten und auch wichtigsten europäischen Festivals für ein junges Publikum geworden, welches in der Schweiz und auch im Ausland einen sehr guten Ruf geniesst.

Als massgebliche Veranstalter zeichneten in den letzten Auflagen folgende Theater und Institutionen: Astej (Schweizerischer Verband der Theater für ein junges Publikum), Gemeinschaftszentrum (GZ) Buchegg, Kitz Junges Theater Zürich, Kulturzentrum Rote Fabrik Zürich, Präsidialabteilung der Stadt Zürich, Schulamt der Stadt Zürich, Schauspiel Akademie Zürich, Fachstelle schule&theater am Pestalozzianum Zürich, Theaterhaus Gessnerallee, Theater Neumarkt, Theater an der Winkelwiese, Zürcher Puppen Theater. Alle Veranstalter setzen neben finanziellen Beiträgen ihre Infrastrukturen kostenlos für das Festival zur Verfügung und ermöglichen so die Durchführung mit einem relativ tiefen Budget.

Diese Form der Zusammenarbeit dürfte in der europäischen Theaterlandschaft vorbildlich und auch einmalig sein, was auch die verschiedenen nationalen Presseberichte belegen. Die Veranstalter programmieren das Festival und gewähren mit ihrer Professionalität und Kompetenz ein vielfältiges, alle Publikumsschichten ansprechendes Programm. Mit seinen rund 100 Vorstellungen ? und an die 10'000 Besucherinnen und Besucher jährlich ? ist «Blickfelder» mittlerweile so gross geworden wie das «Zürcher Theater Spektakel» und ergänzt das jährliche Zürcher Theaterangebot in idealer Weise.

 
Inhalt
Das breite Spektrum der nationalen und internationalen Kinder- und Jugendtheaterszene wird von rund 25 Theatergruppen in ca. 100 Vorstellungen dargestellt. Dabei soll das Festival 1996 in seiner Programmstruktur eine Linie mit dem Nord-Süd-Aspekt anlegen. Mit einer Auswahl von Arbeiten aus Italien und Afrika einerseits, den Niederlanden, Belgien und Schweden anderseits werden verschiedene Spielmentalitäten gezeigt und inhaltliche Schwerpunkte gesetzt.

Das «Blickfelder»-Festival bietet eine Plattform für die jüngsten Entwicklungen im nationalen Theaterschaffen. So ist das Festival einerseits als Koproduzent von Zürcher Produktionen tätig und bietet den idealen Rahmen für verschiedene Schweizer Premieren. Zudem werden Gruppen eingeladen, in Try-outs Einblick in den momentanen Stand ihrer Theaterarbeit zu gewähren.

Im Jubiläumsjahr 1996 wird neu dem Theaterschaffen von Jugendlichen besondere Aufmerksamkeit geschenkt: Im Schauspielhaus-Keller findet eine Werkschau von Theaterarbeiten von Berufs- und Kantonsschülern statt.

Programmstruktur
Die künstlerische und organisatorische Koordination des Festivals liegt bei der Fachstelle schule&theater. Die finanzielle Abwicklung läuft über das Pestalozzianum Zürich. Die Programmation entsteht nach gegenseitiger Absprache der einzelnen Veranstalter/Theaterhäuser.

Neben der öffentlichen Ausschreibung und Werbung für das «Blickfelder»-Programm wird das Festival für die städtischen und kantonalen Schulen aller Stufen ausgeschrieben. Schulklassen erhalten Karten zu stark ermässigten Preisen (Fr. 8.? bis 15.?). Die Fachstelle schule&theater ist für den Schulbereich hauptverantwortlich und garantiert eine professionelle Vermittlungsarbeit. Rund die Hälfte der Vorstellungen finden zur Schulzeit statt (morgens 10 Uhr, nachmittags 14.30 Uhr); die anderen Vorstellungen (Abendvorstellungen und Nocturnes 19.00 / 20.00 / 22.00 Uhr sowie Nachmittagsvorstellungen mittwochs, samstags und sonntag) sind sowohl für Klassen wie auch für ein öffentliches Publikum offen. Alle Schulvorstellungen sind auch für das öffentliche Publikum zugänglich.

Erwartet werden an die 10'000 Besucher und Besucherinnen (60% Schulen / 40% öffentliches Publikum).

Rahmenveranstaltungen
Die Förderung des Kontaktes zwischen nationalen und internationalen Theatergruppen und Theaterschaffenden ist ein zentrales Anliegen der «Blickfelder»-Verantwortlichen: Diskussionen, Seminare und Workshops sollen diese Kontakte ermöglichen. Um das Zusammentreffen und den Austausch zu erleichtern und anzuregen, wird der Proberaum im kitz-Theater als zentraler Festival-Treffpunkt eingerichtet.

Wie in den Vorjahren ist eine thematisch auf das Gesamtprogramm konzipierte Lesung und Diskussion vorgesehen. Um die Gäste aus dem Ausland näher kennenzulernen, organisiert die ASTEJ die Veranstaltungs- reihe «Apéros ? kühle Drinks und heisse Diskussionen». In moderierten Gesprächen findet ein Austausch ziwschen Theaterschaffenden und interessiertem Publikum statt. Die einzelnen Veranstaltungen widmen sich einem festivalspezifischen Thema.

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